Behandlung von Silberschmuck

An unsere Schmuckliebhaber! Es ergeben sich immer einige Fragen rund um das Thema „Silberschmuck“. Silberschmuck wird meist in 925er Sterlingsilber angeboten. Aber was bedeutet das eigentlich? Die Zahl 925 steht für den Feingehalt an Silber in den jeweiligen Schmuckstücken. Die Zahl 925 bedeutet das 925 von 1000 Anteilen reines Silber, der Rest sind andere Metalle, meist Kupfer. Warum wird anderes Metall dem reinen Silber beigegeben? Leicht erklärt, ist reines Silber viel weicher als diese 925/1000 Legierung. Durch das Beimengen anderer Metalle macht man den Schmuck härter und widerstandsfähiger, ohne aber den natürlichen Glanz von Silber zu beeinträchtigen. Lediglich eine feine rötliche Färbung verändert die Farbgebung im Vergleich zu 100% reinem Silber. Reines Silber würde sich sehr leicht verformen und macht es daher für Schmuckstücke nicht brauchbar.

Der Begriff Sterlingsilber bezieht sich auf den historischen Gebrauch. Sterlingsilber wurde im frühen Großbritannien als Münzmaterial für englische Silberpennnys verwendet, im Volksmund hießen diese Pennys „Sterlinge“.

Die meisten Schmuckstücke haben einen kleinen Stempel mit der Zahl 925 auf der Innenseite oder anderen nicht leicht sichtbaren Stellen des Schmuckes. Leider hat nicht jeder Schmuck, der diesen Stempel trägt, auch tatsächlich einen Feingehalt von 925/1000. Solche Stempel sind im freien Handel erhältlich und somit bietet dieses Erkennungsmerkmal keinen 100 %en Schutz vor Fälschungen.

Heute will ich jedoch auf die Frage der Behandlung und Pflege näher eingehen.

Silber ist ein Metall. Metalle haben die Eigenschaft der Oxidation. Diese Reaktion entsteht durch Reaktion mit Sauerstoff, genauer gesagt reagiert Silber mit dem im Sauerstoff enthaltenen, kleinsten Anteilen von Schwefelwasserstoff. Der Clou an der Sache, wenn Ihr Silberschmuck dunkel oxidiert, können Sie sich freuen, Ihr Schmuck hat eine hochwertige Silberlegierung. Geringere Legierungen oxidieren grünlich, da hier mehr Kupferanteile zugegeben wurden. Vermeiden können Sie die Oxidation nicht, ABER sie können die Oxidation verlangsamen oder ganz aufhalten. Wie das funktioniert, verrate ich Ihnen im nächsten Absatz:

Bei Schmuck spielt nicht nur das Tragen eine Rolle, sondern auch die Aufbewahrung. Silberschmuck mag keine offenen Aufbewahrungskörper wie Schmuckbäume oder die allseits beliebten Schmuckschälchen. Diese ermöglichen simpel zu viel Luftzufuhr auf den Silberkorpus. Wie oben bereits beschrieben verursacht Sauerstoff und hier speziell die Feuchtigkeit die Oxidation. Eine Lösung vom Profi: Legen Sie Ihren Silberschmuck in eine geschlossene Schmuckschatulle oder Kästchen, dann ein Stück Kreide dazu, dass entzieht dem Sauerstoff die Feuchtigkeit und verzögert wiederum die Oxidation. Wenn Sie Ihren Schmuck täglich tragen, verhindern Sie ebenso eine schnelle Oxidation, da durch die natürliche Tragreibung kleinere Verfärbungen abgetragen werden. Bewahren Sie Ihren Silberschmuck immer separat zu anderen Metallen. Viele Menschen wissen nicht, das Silber in Kontakt mit Eisen auch rosten kann.

Das waren einige Tipps zur Aufbewahrung. Jetzt zum Thema Pflege!

Grundsätzlich gilt Silberschmuck mit gefassten Edelsteinen, Halbedelsteinen, Farbsteine, Perlen und dergleichen lieber vom Juwelier Ihrer Wahl reinigen lassen!!!

Silberschmuck ist empfindlich. Bei richtiger Aufbewahrung oder täglichem Tragen werden Sie wenig bis kein Problem mit Oxidation haben. Wenn Silber oxidiert, gibt es keinen Grund zur Verzweiflung, wie oben schon beschrieben ist das ein natürlicher Vorgang und wir haben eine Menge Möglichkeiten, diese Verfärbungen wieder zu beseitigen.

Erste Möglichkeit und auch die Einfachste ist das Polieren Ihres Schmuckes mit einem Silberputztuch. Das Tuch trägt hier die Oxidationsschicht ab und der Schmuck glänzt wieder. Diese Behandlung ist jedoch nicht für jeden Silberschmuck die erste Wahl! Falls Sie einen versilberten Schmuck Ihr Eigen nennen, ist das Polieren mit Silberpolitur sogar kontraproduktiv, da die Politur auch die aufgetragene Silberschicht vom Schmuck entfernen kann. In diesem Fall kommt das Grundmetall des Schmucks zum Vorschein und wäre auf jeden Fall zu vermeiden, wenn sie Ihren Silberglanz nicht verlieren wollen. Einer hochwertigen Legierung schadet das Politurtuch jedoch nur sehr selten und eher bei exzessiver Anwendung und ist daher als Sofortlösung problemlos anwendbar.

Die bessere Lösung wäre z.B.

Ein Glas mit warmem Wasser, ein Kukident auflösen und Ihren Schmuck über Nacht im Glas eingelegt lassen. Danach mit einem Soft-Tuch polieren.

Ein Glas mit warmem Wasser, Backpulver auflösen und Ihren Schmuck über Nacht im Glas eingelegt lassen. Danach abspülen und abtrocknen.

Ein Silberbad bei diversen Herstellern online bestellbar, macht Ihren Schmuck ebenfalls wieder schön glänzend ohne unansehnliche Verfärbungen. Hier jedoch immer die Gebrauchsanweisung bezüglich Dosierung beachten!!

Verwenden Sie keinen Alkohol zur Reinigung Ihres Silberschmuckes!

Das waren einige Tipps zur Pflege Ihres Silberschmuckes!

Mein Team und ich wünschen Ihnen und Ihrem Schmuck strahlend schöne Sommertage

 

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